Psychosen-Psychotherapie

Nächster Fortbildungstermin am 26.11.2022 im Institut

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Sehr geehrte Fortbildungsinteressent*innen,

nun steht fest, dass wir auch in diesem Herbst eine weitere, besonders interessante Fortbildungs-Veranstaltung anbieten werden.

Sie findet am Samstag, 26. November 2022, voraussichtlich als Präsenz-Veranstaltung – in den Räumen 1+2 im Horst-Eberhard-Richter-Institut für Psychoanalyse und Psychotherapie Gießen e.V., Ludwigstr. 73, 35392 Gießen statt. Anmeldefrist bis 11.11.2022.

Die Veranstaltung startet, nach einer Begrüßung um 9.15 Uhr, mit einem Vortrag von Dipl.-Psych. Stefan Reichard, München, Psychoanalytiker in eigener Praxis, mit dem Titel:

„Wenn Gewalt in den Austausch von Worten kommt. Unsagbares, Angst und Hass in der analytischen Psychosentherapie“.

Erläuterung: „Anhand einer ausführlichen Falldarstellung werden Gedanken zum Zusammenhang von Psychose und Gewalt angestellt, wobei die Gewalt sich in diesem Fall nicht physisch, sondern in einem hasserfüllten verbalen Enactment äußerte. In der therapeutischen Arbeit mit der Patientin konnten sowohl die psychotische Symptomatik als auch die massiven Hassgefühle der Patientin auf frühe und wiederholte Traumatisierungen zurückgeführt werden, die sich z.T. als Folgen einer transgenerationalen Weitergabe traumatischer Erfahrungen der Eltern und deren Familien verstehen ließen.  Eine transformierende Verarbeitung des ausagierten Hasses wurde in diesem Fall dadurch erleichtert, dass von der Patientin zunächst ein Anrufbeantworter als seelenloser Container genutzt und gleichsam zwischengeschaltet wurde. Der dadurch entstandene Raum ermöglichte es dem Therapeuten, die z.T. heftigen Gegenübertragungsgefühle zu reflektieren, Fantasien zu entwickeln, Verbindungen zum Leben der Patientin herzustellen und dadurch wieder in einen zunächst innerlichen Kontakt zur Patientin zu finden. Dies schuf die Voraussetzung dafür, dass die Patientin bis dahin abgewehrte Gefühle, insb. Trauer, wahrnehmen und Mitgefühl mit sich selbst entwickeln konnte.“

11:00 h Pause

11:30 h Workshop:

„Verstehender Umgang mit Aggressionen in der Psychosen-Psychotherapie“

mit Impulsvortrag von Dr. med. Verena Bonnet, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, niedergelassen in eigener Praxis, Gießen.

Erläuterung: Aggressive Affekte sind in der Psychotherapie von Psychosepatienten oft nicht leicht zu regulieren, auch weil sie manchmal durch Wahn oder präpsychotische Zustände verstärkt werden. In unserem Workshop wollen wir anhand von Fallvignetten dem jeweiligen psychodynamischen Hintergrund nachgehen, aber auch dem intersubjektiven Geschehen in der Behandlungssituation. Wir freuen uns, wenn Sie eigene Fallbeispiele mitbringen!

13.00 Uhr Mittagspause mit Gebäck

14.15 Uhr Fallsupervisionen / KT-Seminare

in 4 Gruppen a ca. 5-8 Teilnehmer*innen statt,- diese werden geleitet von V. Bonnet, S. Croes, T. Neraal und M. Putzke. Bei Interesse bitte bei der Anmeldung angeben. Eigene Fallbeispiele nicht Voraussetzung für die Teilnahme.

Wir würden uns sehr freuen, Sie als Teilnehmer*in der Fortbildung begrüßen zu dürfen und verbleiben

Mit freundlichen Grüßen

Dipl. Psych. Bernd Keuerleber, Vorsitzender

und das Organisationsteam der Fortbildung:

Dr. med. Verena Bonnet                                 Dr. med. Serge Croes

Dr. med. Michael Putzke                                 Dr. med. Terje Neraal

Horst-Eberhard-Richter-Institut für Psychoanalyse und Psychotherapie Gießen e.V.

Ludwigstr. 73, 35392 Gießen, Tel. 0641-20102010, Fax 0641-20102090

institut(at)heripapt.de, www.horst-eberhard-richter-institut.de